Kapitel 4

Es ist Herbst. Wehmütig der Badesaison nachtrauernd, verbringe ich viel Zeit zu Hause. Zu viel! Auf den Flirtseiten herrscht Hochsaison. Ist es die Angst vor einem einsamen Winter? Besucher folgt auf Besucher, und täglich kommen neue Anfragen. Mittlerweile wieder als „Nichtzahler“ unterwegs, meine Mailadresse im Profil eingebaut, bin ich gespannt, ob diese Kontaktmöglichkeit angenommen wird. Lobo, der Partisan des Internets! Im Kampf gegen die Kreditkartenzupfer!
Es funktioniert nicht überall. Manche Freischaltungsprogramme arbeiten anscheinend genauer als andere. Auf diesen Seiten beschränke ich mich aufs Schauen und, darauf (wenn möglich), eintreffende Nachrichten zu lesen. Ich kann zwar nicht antworten, versäume bei genauerem Hinsehen aber nicht viel. Es wird Zeit, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Ich sitze auf meiner Harley und lasse mich durch das Weinviertel treiben. Im speziellen Licht der Jahreszeit erscheint die Gegend noch verlassener und unwirklicher. Eine ruhige, die Zeit verneinende Einsamkeit, die in Verbindung mit den „good vibrations“ des Harleymotors meine Gedanken fliegen lässt. Über schmale Landstraßen, nur unterbrochen von Bahnschranken, die das Gefühl vermitteln, man warte bereits eine halbe Stunde davor, während der Zug sich irgendwo verfahren hat. Hier gehen die Uhren anders. Ich könnte mir vorstellen, hier zu leben. Vielleicht gibt es im Netz interessante Frauen, alleinstehend, ohne Kinder, mit einem Bauernhof in dieser Gegend … wäre das zu viel verlangt? Aufgewacht! Ein Hase quert die Straße, knapp vor meinem Vorderrad. Bremsen und Ausweichen ist kein Problem bei meinen heißen 70 km/h. Das richtige Tempo, um im Einklang mit der Umgebung dahinzusegeln und nicht dauernd von ins Gesicht knallenden Insektengeschoßen zu gotteslästerlichen Kraftausdrücken verleitet zu werden. Ich bin Jethelm-Träger, mit dem Verlangen nach frischer Luft ohne störendes Visier! Vom Abblendlicht magisch angezogen, anscheinend im Glauben, einem besonders geilen Artgenossen zu begegnen, jedoch vom Fahrtwind abgelenkt, klatschen Käfer gegen meine Wangen und bleiben im Dreitagesbart hängen. Besonders schmerzhaft, wenn mich so ein Insekt auf die Lippen küsst … brennt wie eine Fieberblase! Einige hab ich schon verschluckt. Nicht mein Geschmack, aber es tut nicht weh. Jethelmpflicht wäre die einfachste Methode, um die Geschwindigkeit beim Motorradfahren zu reduzieren. Spätestens nach der fünften „Flatterwatsche“ dreht jeder den Gashahn zurück. Oder lässt sich als Gegenmittel einen Vollbart wachsen … Ich werde diese Idee noch mal überdenken – und doch nicht propagieren. Meine Rolle als Guru und Bekehrer hab ich längst abgelegt. Daniella ist irgendwann auf die Idee gekommen, selbst Motorrad zu fahren und die Vorstellung, miteinander, jeder auf seiner Maschine, durch das Weinviertel zu gleiten, hatte einen gewissen Reiz. Auch wenn ich mich mit der Vorstellung, eine 125er (mehr war nicht möglich ohne großen Aufwand) im Schlepptau zu haben, nicht recht anfreunden konnte. Die Berechtigung für 125 ccm war schnell gemacht, und das Fahren mit Automatikrollern auf dem Übungsgelände war für Daniella auch ein großer Spaß. Aber dann! Es sollte ja etwas Richtiges sein! Japanischer Chopperverschnitt, großes Motorrad mit kleinem Motor, außerdem Fußschaltung … die ideale Kombination! Übungsstunden auf dem Kahlenbergparkplatz waren bitter notwendig. So mancher Moment hat meinen Puls auf 250 beschleunigt, besonders, wenn die Straßenlaterne nicht daran dachte auszuweichen oder das Lenken, Bremsen und Kuppeln den Geist überfordert hat. Ich gebe zu, dass es am Anfang nicht einfach ist … Eines Tages wollte mich Daniella mit dem Motorrad im Garten besuchen. Gemütlich auf meiner Holzbank sitzend, höre ich sie herantuckern. Über dem Gartenzaun sehe ich ein bekannt markantes Gesicht, diesmal in einem mattschwarzen Helm verpackt, vorbeischweben. Plötzlich ist der Kopf weg und ein hässliches Geräusch, das nur der Kontakt von Metall auf Schotter hervorbringen kann, fährt mir in die Ohren. Oh, Gott! Daniella, im Staub liegend, das Motorrad daneben, der Chromauspuff zerkratzt und verbeult, die Spiegel verbogen – kein schöner Anblick. Nerven beruhigen, hinlegen. Ich hab mich natürlich zuerst um Daniella, dann um das Motorrad gekümmert. Ein jähes Ende einer kurzen Karriere. Der Minichopper wurde verkauft und eine beleidigte Schulter hat noch lange an dieses Abenteuer erinnert. Die Idee eines Kontakts ins Wein- oder Waldviertel beschäftigt mich. Wieder am Laptop, präzisiere ich meine Suche auf Hollabrunn, Mistelbach und Umgebung, 30–45 Jahre, Figur: schlank, sportlich oder normal (alle weiteren Möglichkeiten ausgeschlossen), Haarfarbe: egal. Los gehts! 25 Ergebnisse, da wird doch ein interessantes Mädel dabei sein …

blackcat569 aus Weitra:

 … ich suche: einen richtigen Kerl, der weiß, was er will, größer und älter …

 Richtige Männer sind wieder einmal gefragt, also nicht mein Fall. 167 cm und 70 kg machen mir die Entscheidung leicht.

lunia aus Oberleis will:

 … einen ehrlichen Menschen … der es auch so meint, wie er es sagt … keinen, der nur von Alkohol leben kann, keinen, der nicht mit Kindern umgehen kann …

Klingt nach einem bewegten Vorleben. Das psychologische Betreuungsprogramm hab ich mit Daniella abgeschlossen – also auch nicht mein Fall!

irmik70 aus Ruppersthal sucht: 

… netten typ, der kan stress mocht und mi nimmt, wia i bin. und i bin pflegeleicht … bitte, ladets mi net imma auf an kaffee ein … net bös sein.

Ich werde keinen Stress machen und keine Koffeinvergiftung verursachen. Weiter im Programm!

augenweidexy aus Horn:

…ich suche nicht, ich lass mich finden … keinesfalls sollte dieser mann mit ausgeleierten shirts und jogginghosen rumlaufen, auch nicht zu hause … möchte spaß haben ohne verpflichtungen … dieser mann sollte groß sein, ab 180 cm, darf ruhig etwas eitel sein, eine gepflegte erscheinung, und er sollte nicht zu allem ja und amen sagen. leidenschaftlich und zärtlich, ein absolutes MUSS.

fragen an dich: bist du leidenschaftlich und zärtlich?

bist du ein gepflegter (rasierter) mann?

wie verwöhnst du eine frau? 

Augenweide muss aufpassen, dass sie mit so hohen Ansprüchen nicht zur Trauerweide wird. Aber Männer, ich meine richtige Männer, probieren sich sowieso an allem aus, was weiblich
ist. Und Augenweide ist sehr weiblich. Lange braune Haare und eine perfekte Figur mit auffälligen Rundungen, die sie auf ihren Fotos dezent präsentiert. Nicht ordinär, eigentlich interessant. Aber wenn ich an den Begrüßungstext denke ...
Bist du leidenschaftlich und zärtlich? Ich erinnere mich, irgendwann von Daniella gehört zu haben, dass sie aufgrund mangelnder körperlicher Zuwendung meinerseits zur Massage gehen müsse, um zu ihren Streicheleinheiten zu kommen. Die Brandblasen auf meinen Fingerkuppen, verursacht von nachlässigem Umgang mit dem Epiliergerät ihrerseits, hatten als Gegenbeweis keine Gültigkeit. Das bringt mich auch schon zur zweiten Frage: Rasiert bin ich, aber nur im Gesicht, und das sehr unregelmäßig. Augenweide wird wohl eine andere Einstellung zum Thema erwarten.
Und auf die dritte Frage fällt mir gar keine Antwort ein ...
durchgefallen!
Sollen sich andere diesen Stress antun, ich brauche Ruhe und Gelassenheit, jemand, mit dem man die Zeit genießen kann, der einen nicht dauernd auf den Prüfstand stellt. Die Schulzeit ist vorbei, jetzt sollte ein langes, ungetrübtes Festival beginnen. Und wenn es nicht anders geht, feiere ich eben allein.

 

Hoppla! Monja aus Langenlois taucht gerade auf meinem Bildschirm auf. Ein interessantes, schmales Gesicht, und natürlich wieder einmal blond. In einer wunderbaren Gegend daheim: am Anfang des Kamptals, nicht weit von der Wachau. Jetzt sollte sie nur noch einen Bauernhof besitzen, mit einer großen Scheune für alle meine Fahrzeuge.
Die Fotos geben keinen Hinweis darauf, stattdessen zeigen sie eine gut aussehende vierzigjährige Frau in lässigem Outfit. Genau der Stil, der mir gefällt. 168 cm groß, 57 kg, keine Kinder…
Es wird immer besser!

Sie schreibt:

… würde gern nette Menschen kennenlernen, was auch immer sich daraus ergibt. Alles kann, nichts muss passieren …

Der Text könnte von mir sein. Damit kann ich mich identifizieren.

... Hallo Monja,
alles kann, nichts muss passieren ... dieser Satz würde gut in mein Profil passen. Dein Foto ist mir ins Auge gestochen und erst recht deine Einstellung.
Vielleicht wirfst du mal einen Blick auf meine Seite und
lässt von dir hören.
Würde mich freuen!
Lg Andreas

Abschicken und auf Antwort hoffen. Die Frage nach dem Bauernhof verkneife ich mir einstweilen. Nur nicht mit der Tür ins Haus fallen, sonst fällt sie einem schnell auf den Kopf. Abwarten und Tee trinken. Tee ist im Moment ein gutes Stichwort. Seit zwei Tagen trübt unangenehmes Halsweh das Vergnügen im Internet. Das wird eine astreine Verkühlung. Trotzdem lasse ich mir den Spaß nicht verderben.

 

Die Mails an und von Soulbird Andrea werden immer mehr, und die Vorstellungen von der Person, die dahintersteckt, immer E-Mail konkreter. Kann da die Realität noch mithalten?
Zum x-ten Mal studiere ich ihre Fotos und frage mich, ob mir gefällt, was ich da sehe. Ich fürchte, nicht zu wissen, was ich will. Bei diesem virtuellen Überangebot setzt sich der Gedanke, dass etwas Besseres nachkommen könnte, fest wie ein Mitesser. Es kann nicht schaden, langsam auf eine Verabredung hinzuarbeiten, sonst kollabiert das Ganze noch, bevor es angefangen hat. Obwohl mich der Gedanke daran nervös macht. Jemand zu treffen, den man nicht kennt, aber so zu tun, als ob, ist auf keinen Fall mein Spezialgebiet … ich werde es lernen müssen.

 Hello Andreas! (sag, bist du wirklich „Andreas“ oder eher ein Andi ?? :-) Ja, ich weiß, das is jetzt a bissl a komische Fragestellung, gell? Na, aber was solls, jetzt kennst mich ja schon a bissl und da kann man sich auch schon mal ne „komische“ Frage erlauben :-) Wie war dein freier Tag heute, hast ihn genossen bei diesem herrlichen Wetter? Apropos freier Tag … da ich eine sehr ausgeprägte soziale Kompetenz besitze, teile ich das „Viel-Zeit-fürsich“- Privileg sehr gerne mit dir!!! Ich find das super, und dann weißt du auch ganz genau, wieviel Luxus und Lebensqualität es mit sich bringt! Also, ich hab da auch grad so ne Vision von dir … irgendwo im tiefen, verwilderten Wienerwald vor dem Bretter-Äste-Verschlag, ganz versteckt unterm Laub das Herzstück: „DIE HARLEY“, die gepflegt und gehegt wird wie eignes Fleisch & Blut, der man vor jeder Ausfahrt gut zuredet, dass sie auch –bitte! – anspringt … Die Lederjacke mit AC/DC- & Harley-Abzeichen wird aufpoliert, der berühmte „Harley-Rauschebart“ und die langen Federn noch zurechtgezupft und dann gehts los 39 E-Mail auf den Highway of Wienerwald … ok, ok, geb zu, die Fantasie geht grad a bissl mit mir durch. Von Mail zu Mail werd ich neugieriger auf dich und irgendwie stellt sich schon so ne Art Vertrautheit ein und das nach 3 oder sinds doch schon 4 Mails ? (Aber nach der Länge der Mails sinds eh schon mindestens 10) Ich find das richtig spannend! Aber, wie schon gesagt, wenns zu lang wird, man kann ja auch alles übertreiben, dann gib Bescheid … aber bitte auf diplomatische Weise, bin sensibel!!! :-) Eins noch … weiß nicht, ob wir überhaupt schon so weit „fortgeschritten“ sind, um so eine intime Frage zu stellen? :-) Aber ich würde gern mal Deine Stimme hören, kannst mir vielleicht was vorsingen? Na, keine Sorge, Andreas, das war ein Joke, aber deine Stimme würd mich schon interessieren, sollten wir vielleicht mal telefonieren, nur reden ohne singen, versprochen! Was meinst Du ? Wow … jetzt bin ich aber von mir selbst überrascht, wie offensiv ich grad bin :-) Schönen Abend & lieben Gruß vom anderen Eck des Wienerwalds, Andrea

 Andrea kann anscheinend Gedanken lesen!

 Hallo Andrea, die Frage ist gar nicht so komisch. Meine Eltern haben immer großen Wert darauf gelegt, dass niemand „Andi“ sagt. (Hat es da nicht einmal ein Waschmittel oder ein Erdäpfelpüree gegeben?) Lieber ist mir „Andreas“. Auch wenn ich manche Dinge mit der Begeisterung eines „Andi“ angehe – wenn man so den Grad des Erwachsenseins bestimmen kann. Wie z. B. gestern: Fahre Richtung Ötscher, mache einen Zwischenstopp bei meinem Harleyhändler in St.Pölten (Motoröl usw. zum Einwintern), dann weiter nach Wienerbruck, eine Station mit der Mariazellerbahn und hinunter in die Ötschergräben. Super Wetter, beim Mirafall liege ich in der Sonne, Van Morrison im iPod, und freu mich wie ein Kleinkind über mein (unser) Privileg. Mir ist aufgefallen, dass sich auch unsere Visionen voneinander wunderbar ergänzen. Hardrockbankerin und überwuzelter Harleyfahrer, der mal schnell bei der Bank vorbeischaut um Benzingeld. Natürlich, falls die Harley anspringt … immer diese Vorurteile gegen HD! Meine hat mich noch nie verlassen … hoppala, wie das klingt … Die Länge deiner Mails stört mich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Meine werden ja auch immer länger. Es besteht nur die Gefahr, dass wir irgendwann ca. 2 Wochen Wartezeit einplanen müssen, wenn dann ganze Romane hin- und hergeschickt werden. Schon allein, um das zu vermeiden, fällt mir als Lösung nur ein: telefonieren oder treffen. Oder beides! Ich denke mir, wenn schon mal die Chance besteht, ein besonderes Mädel mit Verdacht auf Seelenverwandtschaft kennenzulernen, sollte man sie nutzen. Irrtümer sind natürlich nie ausgeschlossen und auf die Nase fällt man auch immer wieder, aber „thatʼs life“. Puh, ganz schön trockene Abhandlung des Themas. Kurz gesagt: Ich würde mich sehr freuen, dich mal zu treffen. 0676/160 40 37 -Wenn dir lieber ist, dass ich anrufe, schreib mir, bitte, deine Nummer. Und ein Vorsingen wird sich möglicherweise irgendwann ergeben, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob du dir das wünschen solltest … als Musikliebhaberin. Ich habe das Gefühl, langsam wird es spannend bzw. noch spannender. Und jetzt werde auch ich aufhören. Sonst sitze ich morgen noch immer da und du hast nichts zu lesen vorm Schlafengehen. In diesem Sinne einen schönen Abend – und ich frage mich, was als Nächstes passiert. Ganz liebe Grüße, Andreas

Geschafft! Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Bin schon neugierig auf die nächste Nachricht – einen Tag später ist es soweit.

Hallo Andreas, seitdem ich gestern vorm Schlafengehen dein Mail bekommen hab bin ich irgendwie a bissl aufgeregt :-) Sitz jetzt da vorm PC, mein Handy neben mir liegend (obwohl diese Tatsache ja noch nicht sooo aufregend ist), aber deine Nummer … und denk, soll ich oder soll ich nicht :-)
Einerseits bin ich sooo neugierig und würd am liebsten gleich anrufen, andererseits find ich auch die Spannung seeehr kribbelnd … Weißt, dass ich heute sogar schon mal richtig erschrocken bin, als mein Handy geläutet hat mit einer mir unbekannten 0676er-Nummer … Hab mich aber schnell wieder beruhigt:
1.) weil: falsch verbunden,
2.) du hast ja noch gar nicht meine Nummer …
Tja, und deshalb freut es mich, Ihnen diese hiermit ganz feierlich & offiziell zu senden: 0699/598 26 34 … ich find das grad sehr aufregend.
Schick dir auch nen ganz lieben gruß und bin auch sehr gespannt, was als Nächstes passiert!
Andrea 

 Die Nummer hab ich, den Rest muss ich selber machen. Morgen … Morgen wird heute, und ich bin auf unbestimmte Art nervös. Welcher Zeitpunkt ist der beste? Den ganzen Vormittag schiebe ich die Sache vor mir her: „Andrea muss arbeiten und hat jetzt sicher keine Zeit zu telefonieren …“ Das gibts ja nicht! Bin ich so ein feiger Hund? Kurz nach Mittag, auf dem Weg zur Arbeit, fällt die Entscheidung: „Jetzt!“ Ich parke ein, nehme das Handy zur Hand, die Nummer ist gespeichert – und rufe an.

„Hallo?“ Eine unerwartet tiefe Stimme meldet sich. Mir wird heiß. Bin ich einem Fake aufgesessen und muss mit einer Einladung zur nächsten Regenbogenparade rechnen?
Unbegründete Befürchtung! Ich plappere drauflos, was ich von mir gar nicht gewohnt bin, aber es funktioniert. Der Job, die letzten Mails, belanglose Dinge, die wir besprechen. Dass wir uns mal treffen sollten und Näheres schriftlich ausmachen werden. Mit einem guten Gefühl verabschiede ich mich. Geschafft!

Aus dem Halsweh ist ein quälender Schnupfen geworden. Wieder daheim, strecke ich mich auf dem Sofa aus und lasse den Laptop arbeiten. Alle Kontaktseiten geöffnet, doch heute herrscht Funkstille.
Auch von Andrea keine Reaktion auf unser Telefongespräch. Dann werde ich wohl reagieren müssen. Zuerst aber Pflege meiner verstopften Nase. Ich fühle mich nicht besonders. Heute wird nur beobachtet. Auf der Lauer liegend wie ein Löwe auf Antilopenjagd, allerdings mit getrübtem Geruchssinn, wie verloren in der Prärie, verschiebe ich jede weitere Kommunikation auf morgen. Da hilft nur noch Abschalten und Schlafen gehen. Gute Nacht!

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