Die Bürokraten © echomedia buchverlag

Anton Wais

Die Bürokraten


144 Seiten, echomedia buchverlag

Österreich, das Land der 
blühenden Bürokratie – Humor vom Feinsten

Eine köstliche Sammlung an Anekdoten, Skurrilitäten und Begebenheiten beinahe kafkaesken Ausmaßes hat Anton Wais, in den 1970er Jahren selbst Teil des Beamtenapparats, als Buch zusammengestellt. Er lässt in die verstaubte Welt der Ärmelschoner von damals blicken und berichtet von amüsanten Begegnungen, etwa wenn österreichische Bürokraten auf russische Apparatschiks der Breschnew-Ära treffen, oder davon, welch seltsame Wendungen ein Jagdausflug mit einem Staatsgast aus einer anderen Kultur nehmen kann. Man begegnet auch so manchem liebenswert-verschrobenen Faktotum, das es heutzutage so gar nicht mehr gibt, in einem modernen Verwaltungsapparat gar nicht mehr geben kann.

Eine humorvolle Reise in die Vergangenheit mit Blick in die Amtsstuben von anno dazumal und mit der Erkenntnis, dass die lustigsten und skurrilsten Geschichten nur das Leben selbst schreiben kann.

 

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Leseprobe

Das Porträt des Vorgängers

Das Selbstbewusstsein der Zweiten Republik führte dazu, dass fast alle „Potentaten“ sich malen ließen. So entstanden die „Ahnengalerien“ der diversen Regierungsmitglieder, Bundespräsidenten, Obmänner der Gebietskörperschaften, Länderrepräsentanten, aber vor allem auch der „verstaatlichten Manager“.

Auch in privaten Unternehmen grassierte in den Sechzigern und Siebzigern die Malsucht, ursprünglich nur den Eigentümern und Entrepreneurs vorbehalten. Alles in allem ein Verhalten alter Kaiser- und Adelshäuser, wo dies schon seit Ramses II. Usus war.

Nicht immer tat das der Reputation des Porträtierten gut. Da ging einiges schief.

Diejenigen, die dem Personenkult abhold waren – manche waren auch zu kurz im Amt und wurden abgesetzt, bevor das Ölbild trocken war –, verweigerten sich diesem Usus – was meist mit dem Abhängen der Vorgängerporträts einherging. Diese landeten im Keller oder in muffigen Archiven, da ihre Veräußerung äußerst geringen kommerziellen Erfolg versprach.

Eine der schönsten Schnurren, was Porträts betrifft, erlebte W. im Handelsministerium.
Sein Minister (Happy Pepi) hielt nichts vom Personenkult und ließ demgemäß die „Ahnengalerie“ des Ministeriums abhängen und ins Depot bringen – dies entsprach nicht nur seiner persönlichen Einstellung, es war politisch insofern verständlich, gehörten alle seine Vorgänger doch der konservativen Volkspartei an und er war ein echter Sozialist.

Als die Porträts schon abgehängt waren, traf als Nachzügler das Bild seines unmittelbaren Vorgängers ein, das dieser nie selbst gesehen hatte und das von einem sogenannten „modernen“ Maler stammte. Eines Tages beschwerte sich anlässlich eines Besuchs beim Minister der Präsident der Bundeswirtschaftskammer ob des Umstands, dass die Ministerporträts verschwunden waren.
Dazu muss man wissen, dass die Vorgänger im Amt ausnahmslos aus den Reihen dieser Kammer gekommen waren. Happy Pepi – nie um einen Gag verlegen – beauftragte W., das Bild seines Vorgängers aus dem Keller zu holen, aber unbedingt verhüllt, damit dieses vor den Augen des Präsidenten enthüllt werde. Gesagt, getan.

Das mit einem Tischtuch aus der Kantine bedeckte Ölbild wurde auf einem der goldenen Stühle platziert und der Präsident wurde gebeten, es feierlich zu enthüllen. Die Sekunden danach zeigten Schrecken und Entsetzen auf dem Antlitz des Präsidenten. Happy Pepis Vorgänger im Amt war in natura kein Adonis. Ein physisch eher pyknischer Typ mit exakt rasiertem Schnurrbärtchen und in der Hand – quasi als sein Logo – eine Zigarre mit weißem Spitz, wie Ludwig Erhard sie rauchte. Aber er war immer adrett mit Weste gekleidet und korrekt im Auftreten. So hatten wir ihn in Erinnerung.

Das Bild in schmutzigem Blaugrau zeigte einen Gnom, dessen linkes Auge leicht aus der Höhle hing, als wäre es an einem Monokel kleben geblieben. Die Mimik entstellte sein Gesicht. Der Anzug glich einem der Mülltonne entnommenen Kleidungsstück.

Der Präsident bat spontan, das Bild von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Es niemandem zu zeigen. Wegen der „Abgehängten“ gab es nie mehr eine Debatte!

Als der Gemalte aber eines Tages selbst wegen des Bildes anrief, erklärte W. ihm, man hätte dem Bilderkult ein Ende gesetzt, das Bild nicht entgegengenommen und den Maler auch nicht bezahlt. So kann eine Antwort politisch überkorrekt sein und dennoch nicht stimmen. Aber von Humanismus und Toleranz getragen sein, ohne pietätlos zu wirken.

Apropos „hässliche Porträts“: Ein besonderes Beispiel republikanischen Feingefühls im Umgang mit imperialem Porträtkult war ein Ereignis, das zur Jahrtausendwende in der Hofburg zu Wien stattfand.

Der allseits beliebte und auch vom politischen Gegner geschätzte Präsident Rudolf Kirchschläger war gemalt worden und keinem gefiel das Bild (ausgenommen dem Maler). Nun ist es üblich, dass Bundespräsidentenölgemälde vom Staat bezahlt werden, gehen sie doch in den Besitzstand des Bundesimmobiliendepots über, sobald sie die Wand eines Amtsgebäudes schmücken. Guter Rat war teuer.

Die Witwe des leider bereits Verstorbenen bat, das Bild nicht öffentlich zu zeigen, der Wunsch nach einer neuen, schöneren künstlerischen Darstellung blieb unausgesprochen, doch er war zu vermuten. Das Bild auf der Briefmarke der Post gefiel den Philatelisten und auch der Witwe nebst Amtsnachfolger.

Da ersann der Generaldirektor einer Gewerkschaftsbank, den verstorbenen Präsidenten neu malen zu lassen. Und dieses Ölgemälde in feierlichem Rahmen in der Hofburg zu enthüllen. In Anwesenheit von Medien und der Familie.

So skurril ist das imperiale Verhalten. Alle Ehrengäste erschienen mit Ansteckordenminiaturen, es gab Reden des Amtierenden, des Spendergenerals, des Sohns, mit kammermusikalischer Umrahmung.

So ermöglichte eine Gewerkschaftsbank eine posthume pompöse Enthüllung.
Franz Joseph, schau oba!

Die dritte Geschichte ist jedoch völlig anders gelagert. In der Etage bzw. im Gang, der zum „Allerheiligsten“ – dem Zimmer des Generaldirektors der Post (diese hieß damals noch Post- und Telegraphenverwaltung – PTV) – führte, hing jahrelang eine „Ahnengalerie“ aller Post-Generaldirektoren. Da aus der Vergangenheit (Erste Republik und Anfang Zweite) einige Köpfe fehlten, wurden nachträglich Ölgemälde in Auftrag gegeben, die die Reihe der Porträts vervollständigen sollten. Dass diese Galerie allerdings letztendlich im Fundus des ehemaligen Ressorts verschwand, hatte einen besonderen Grund.

Auf dem Bild eines Porträtierten, genauer, auf dessen gemalten Händen, pflegten misslaunige Mitarbeiter ihre Zigaretten auszudämpfen, was neu eintretenden Beamten den Eindruck geringer Wertschätzung dem Chef gegenüber vermittelte.

Den so verunstalteten Amtsträger mag dies kaum gestört haben, wurde er doch sicherlich mindestens noch zweimal gemalt. Als Minister bzw. Bahngeneral. Was seine Bilder dort erlitten, entzieht sich W.s Kenntnis.

Conclusio: Was die Welt braucht, sind Vorbilder, keine Nachbilder!

 

Wenn einer eine Reise tut …

Am Beginn der Minderheitsregierung Kreisky (1970/71) war die ÖVP noch der Hoffnung, dass bei Neuwahlen in einem Jahr alles wieder zumindest zur großen Koalition zurückkehren würde. Happy Pepi pilgerte zum ersten freiwilligen Sozialpartner-Jourfixe in die Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft (die heutige Wirtschaftskammer Österreich). Und wurde vom Präsidenten mit dem Tipp empfangen: „Herr Minister, gehen S’ auf Reisen, schauen Sie sich die Welt an, in zwölf Monaten ist alles vorbei!“

Hier bedarf es der Anmerkung, dass der „Tourisme des Fonctionnaires“ (Beamtendienstreisetourismus) bis heute reife Blüten trägt.

So besuchte ein Industriesektionschef etliche Male pro Jahr Polen, ohne über die ausstehenden Kreditrückzahlungen an die Oesterreichische Kontrollbank nur eine Sitzung abzuhalten. Auf die Frage, was er in Polen getan habe, antwortete er ohne Genierer, er wäre zur Jagd eingeladen gewesen.

Die Jagdgesellschaften sind heute noch usuell, trotz anrüchiger Geschäfte von Waffen- und sonstigen Händlern, die nicht mehr sind als „men in between“.

Happy Pepis Dienstreisen waren jedoch nicht dazu geeignet, den Neid anderer zu wecken, und der Grund war: Sie waren mühsam. Er war wirklich ein Sparmeister.

VOEST und Linz Chemie baten um Hilfe beim Verkauf einer Melaminanlage nach Bulgarien. Also hieß es: auf nach Sofia.

Wer vermutet, dass den Trupp dorthin die Austrian Airlines geflogen hätten, der irrt. Die Delegation hatte noch einen Termin bei der Österreichischen Draukraftwerke AG in Klagenfurt – das lag ja auf dem Weg –, und natürlich fuhr man mit dem Auto (Peugeot 704!): zu dritt, der Chauffeur, der Chef und W.

Nach dem Termin brach man um 5 Uhr nachmittags zur Fahrt nach Bulgarien auf. Es wurde eine Erlebnisfahrt auf der damals einzigen jugoslawischen Straße nach Süden, der Autoput. Diese war ob des Umstands, dass sie mit LKWs vollgestopft war und in jeder Fahrtrichtung nur über einen ca. 2,5 Meter breiten Fahrstreifen verfügte, gefürchtet.

Fürs Tanken war sorgfältiges logistisches Planen nötig, da es ab NiŠ praktisch keine Tankstellen mehr gab – oder aber man hatte statt Koffer Benzinkanister geladen.

Als die Nacht über die Autoput hereinbrach, begann es zu schütten – kannenartig! Die Sicht lag bei 20 Metern, was aber egal war, da immer ein LKW-Trupp vor einem fuhr und an ein Überholen nur alle 30 Kilometer zu denken war.

Der Minister schlief wie üblich im Pyjama rechts neben dem Fahrer. Dieser war gut ausgesucht, so kleinwüchsig, dass W. hinter ihm seine Beine bis zu 92 Grad abwinkeln konnte. Bei der ersten Rast nach vier Stunden war er trotzdem vom Becken abwärts gelähmt.

Der Halt fand an einer Tankstelle statt, deren kulinarisches Angebot in Kaugummis der Marke „Wrigley“ bestand. Langsam kam Hunger auf, der aber in den Tagen danach mehr als gestillt werden sollte.

Man fuhr wieder los, als W.s Beine erst bis zum Knie Gefühl hatten. Irgendwann schlief W., wie immer, vor Müdigkeit ein. Als der Morgen über dem Balkan graute, erwachte der Chef und tauschte bei einem kurzen Halt seinen Pyjama gegen sein Tagesoutfit. Dann ging über NiŠ die Sonne auf. Da die Grenze zwischen Jugoslawien und Bulgarien eine „feindliche“ und damit tote war, glich die Fahrt einer durch ein Niemandsland. Schafhirten ruhten unter Pfirsichbäumen, auf ihren Fersen sitzend, neben ihren Herden, die oft nur unbefestigte Sandstraße glich einer Piste in der Steppe – und dann die Dörfer.

Zehn bis zwölf Häuser bildeten die seltenen Ansiedlungen, die Männer saßen auf Stühlen vor ihren Häusern oder auf dem „Stadtplatz“. Als der 704er die Siedlungen passierte, galt dies als Ereignis des Tages, wenn nicht der Woche. Mancherorts liefen Frauen und Kinder laut schreiend zusammen. So näherten wir uns der „befestigten“ Grenzstation. Es war vom Anschein her wie die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea.

Großer Protokollaufwand schon am Grenzübergang, wobei die jugoslawischen Zöllner mit jener investigativen Skepsis den Kofferraum durchsuchten, die echten Schmugglern zur Ehre gereicht hätte.

Aus reiner Sparsamkeit (um kein Übergepäck für die fliegende Vorhut zahlen zu müssen) hatte W.s Tross die benötigten Gastgeschenke geladen. Gott sei Dank als Diplomatenpost versiegelt. 
W. hätte den „Partisanen“ nur ungern erklären wollen, warum sie mehrere Levaden mitführten (Lipizzaner aus weißem Porzellan von Augarten, die jenen Sprung vollführten). Vom Gastgeschenk für den Staatspräsidenten Todor Schiwkow, der als passionierter Jäger ein Steyr-Mannlicher Gewehr erhielt, mal abgesehen. In der damaligen Zeit des Kalten Kriegs erweckten die Levaden jedoch mehr Aufsehen als das Flintengeschenk.

Der Empfang in Bulgarien glich einer festlichen diplomatischen Aktion. Die Pässe wurden feierlich nach nur 20 Minuten „visafiziert“. Für normale Reisende eine an Zauberei grenzende Geschwindigkeit.

Zwei Fahrzeuge der Marke „Tschaika“ geleiteten den Tross nach Sofia, auf einer passablen Straße, deren einzige Besonderheit war, dass dem Trupp weder ein Auto entgegenkam, noch eines in gleicher Richtung fahrendes zu sehen war.

Der „Tschaika“ war der russische Cadillac. Josef Stalin war im Geheimen leidenschaftlicher Fan amerikanischer Straßenkreuzer und ließ diese Type mit sowjetischem Aussehen nachbauen. Der diskrete Charme der Nomenklatura, der Sippe der Reichen und Mächtigen der UdSSR, fand darin seinen Niederschlag, dass selbst W. mit seinen wiederbelebten 1,90 Metern liegend befördert werden konnte – so lang war der Wagen. Der Fond des Fahrzeugs war so groß, dass man sich locker die Füße hätte vertreten können, und der Boden war mit echten Perserteppichen ausgelegt, was dem Luxuslebensideal der hohen Politiker des Landes entsprach. Die Insassen waren durch handgehäkelte Vorhänge vor den Fenstern vor den Augen des Volkes geschützt, was dem Ganzen einen etwas folkloristischen Touch verlieh.

Conclusio: Wenn du schon eine Mehrtagesreise 
in einem engen PKW auf einer einsamen Straße 
mit mehreren Insassen vor dir hast, dann nimm dir zumindest einen bequemen Pyjama und einen weichen Polster für die Nacht mit.

 

Die Professoren in der Kanzlervilla

„Der Sonnenkönig“ – so wurde Kreisky auch genannt (ein anderer Spitzname war „der große Zampano“) – verstand es wie kaum ein anderer, die Eitelkeit wichtiger Leute zu nutzen und daraus politisches Kapital zu schlagen.

Zur Zeit des ersten Budgets seiner Ära gab es eine persönliche Einladung in die Villa in der Armbrustergasse, zu der neben den Wirtschaftsministern der Regierung – und das war neu – die bedeutendsten Nationalökonomen der österreichischen Universitäten gebeten worden waren.
Der typisch großbürgerliche Rahmen wurde durch das Nachtmahl noch unterstrichen. Es gab Rindsuppe, Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und Apfelstrudel, war doch das Anfütterungsverbot späterer Jahre noch nicht erfunden.

Im Anschluss an das Essen zog man sich in den Salon zurück, um die Lage der Nation zu erörtern. Kreisky holte breit aus und erklärte der versammelten Runde seine geplante Politik des Austrokeynesianismus. Das dauerte zirka zwei Stunden, was beim Sprechtempo des Kanzlers in Zeilen gemessen nicht so viel war. Die Professorenrunde, gemütlich auf der weichen Sitzgruppe platziert, hing danach, auch durch die einsetzende Verdauung und den köstlichen Veltliner, mehr oder weniger in den Seilen.

Gegen 23 Uhr stellte Kreisky den zum Teil sanft Entschlummerten dann die Frage, ob es gegen eine solche Vorgangsweise etwas einzuwenden gäbe oder eine moderne Volkswirtschaftstheorie anderes vorschlüge. Keiner außer einem, der immer schon ein wacher Geist gewesen war, wollte sich melden. Aber gerade jener war allen bei vielen Gelegenheiten schon mehrfach auf den Zeiger gegangen, sodass man ihm nicht mehr wirklich zuhörte.

Es war schon Mitternacht, als alle aufbrachen. W. als junger Spund wunderte sich nicht groß, dass keine Kritik laut geworden war, und trabte zur nahegelegenen Autobushaltestelle.

„Netter Abend“, dachte W. auf der Heimfahrt, ohne zu kapieren, was das alles sollte. Erst Wochen später, als der Haushaltsplan das Parlament beschäftigte, wurde der geniale Schachzug des „Alten“ auch W. bewusst.

Als nämlich die Opposition das Budget scharf kritisierte, erhob sich der Sonnenkönig am Ende der Debatte und replizierte, ohne auch nur auf ein Argument der Debatte einzugehen, in etwa wie folgt: Er sei mit den Spitzen der österreichischen Nationalökonomie zusammengesessen, und nicht einer habe auf seine Frage nach einem Gegenvorschlag das Wort ergriffen. Und dies sei umso erstaunlicher, als alle dem bürgerlichen Lager angehörten – was zum damaligen Zeitpunkt zutraf.
Der große Zampano hatte wieder zugeschlagen, und nicht einmal der Budgetsprecher der ÖVP, Professor Koren, konnte dagegen etwas sagen – zumal er nicht dabei gewesen war.

In Zusammenhang mit Koren und dem Parlament erinnerte sich W. an eine Wortmeldung des damaligen Klubobmanns der SPÖ, als Koren Finanzminister war und die SPÖ in Opposition.
Die SPÖ-Redner verteufelten das letzte Budget der Konservativen in einer Budgetdebatte des Hohen Hauses.

Koren zeichnete sich wie immer nicht nur durch eine geschliffene Rede, sondern auch durch Sarkasmus aus und bemerkte am Ende der Debatte, das, was die SPÖ vorschlage, wäre kein Schattenbudget, sondern reines Glücksspiel mit hohem Risiko für das Volk.

Daraufhin meldete sich nach Schluss der Diskussion der rote Klubobmann Bruno Bittermann zu Wort und meinte: „Herr Professor Koren, Sie haben recht, das ist ein Glücksspiel, nur die Kugel liegt auf Rot und dort bleibt sie auch liegen.“

Derartige Gedankenblitze fehlen seit Jahren, armes Parlament, noch ärmeres Volk!

Conclusio: Gewitzte Politiker können sich fast alles erlauben.

 

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  • Anton Wais Bubu Dujmic

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